Die Palästinensische Kampagne für akademischen und kulturellen Boykott (PACBI) fordert Kulturschaffende und Kultureinrichtungen weltweit auf, nicht mit kulturellen Institutionen aus Israel zusammenzuarbeiten und Einladungen zur Teilnahme an Veranstaltungen in Israel abzulehnen. Israelische Kultureinrichtungen sind Teil des ideologischen und institutionellen Rahmens, der Palästinenser_innen fundamentale Rechte abspricht. Seit einigen Jahren setzt Israel Kulturschaffende und kulturelle Produktionen gezielt ein, um von seiner aggressiven Politik gegenüber den Palästinenser_innen abzulenken und die Illusion eines toleranten Landes zu vermitteln.

Der kulturelle Boykott inspiriert sich an den Erfahrungen der südafrikanischen Anti-Apartheid-Bewegung. Im Gegensatz zur damaligen Strategie lehnt PACBI den Boykott individueller Kulturschaffender auf der Grundlage ihrer ethnischen, religiösen oder nationalen Identität sowie jegliche Zensur ab und unterstreicht das Recht auf Meinungsfreiheit. 

In der Schweiz haben sich aus Anlass des Festival Culturescapes Israel im Jahr 2011 und des Filmfestivals Locarno 2015 mit seiner Carte Blanche für Israel zahlreiche Kulturschaffende und Intellektuelle dem kulturellen Boykott Israels angeschlossen. Ähnliche Stellungnahmen gab es auch aus Protest gegen die wiederholten militärischen Aggressionen Israels im Gazastreifen oder im Libanon.

Beiträge zum Thema

  • Israel verlangt Streichung der Subventionen für Jüdisches Musem in Berlin

    16.01.2019

    Mit einem Brief hat die israelische Regierung von Deutschland gefordert, die Finanzierung des Jüdischen Museums in Berlin und von weiteren Institutionen und Organisationen einzustellen. Als Grund für die Forderungen wurden «anti-israelische» Aktivitäten genannt. In einem offenen Brief fordern nun dutzende israelische Künstler_innen die deutsche Bundesregierung und das Parlament auf, die israelischen Forderungen zurückzuweisen.

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  • 2018: BDS mit Wirkung

    17.12.2018

    Auch 2018 hat die BDS-Bewegung Wirkung gezeigt. Der Druck auf das israelische Apartheidregime steigt, was uns mehrere eindrückliche Beispiele gezeigt haben. Selbst Boykotte im akademischen und kulturellen Bereich sind nicht mehr bloss Einzelfälle.

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  • Schweizer Köchin hilft bei kulinarischer Weisswaschung

    23.11.2018

    Vom 9. bis 23. November 2018 fand in Israel die vierte Ausgabe der Round Tables Tour statt, bei der Chefköch*innen e aus aller Welt nach Israel eingeladen werden. Das kulinarische Festival ist Teil einer Propagandastrategie, die zum Ziel hat, die israelische Politik der Apartheid weisszuwaschen. Dieses Jahr gaben sich die Round Tables einen feministischen Anstrich. Mit dabei war eine renommierte Sterneköchin aus Basel, die sich in anderen Kontexten durchaus für Menschenrechte engagiert.

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  • Dare to defy apartheid

    20.11.2018

    The Eurovision Song Contest 2019 in Israel is a welcome opportunity for the Israeli government to distract from its oppression of the Palestinians. In just one month, more than one thousand Swiss citizens signed the petition "No Song for Apartheid", launched by a group of more than hundred cultural workers from all over Switzerland. It calls on the Swiss Broadcasting Corporation (SRG SSR) to cancel its participation in this event as a sign that apartheid will not be tolerated.

    Open letter to the management of SRG SSR

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  • Der Apartheid beherzt die Stirn bieten

    20.11.2018

    Der Eurovision Song Contest 2019 in Israel ist für die israelische Regierung eine willkommene Gelegenheit, um von ihrer Unterdrückung der Palästinenser_innen abzulenken. In nur einem Monat unterzeichneten deshalb mehr als tausend Schweizer Bürger_innen die Petition «Keine Bühne für die Apartheid», die von einer Gruppe von mehr als hundert Kulturschaffenden aus der ganzen Schweiz lanciert wurde. Sie fordert die SRG SSR auf, ihre Teilnahme an dieser Veranstaltung abzusagen als Zeichen, dass Apartheid nicht toleriert wird.

    Offener Brief an die Direktion der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft.

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  • Netta Barzilai, Kulturbotschafterin für Israels Besatzungs- und Apartheidregime

    06.11.2018

    Als israelische Gewinnerin des Eurovision Song Contest vertritt die Sängerin Netta Barzilai den Staat und beteiligt sich an den Bemühungen der israelischen Regierung, einen falschen Anschein von Normalität aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die Verletzungen der palästinensischen Menschenrechte und Völkerrechtsverletzungen zu verschleiern.

    Netta tritt am 13. November 2018 in Zürich auf.

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