Die Palästinensische Kampagne für akademischen und kulturellen Boykott (PACBI) fordert Kulturschaffende und Kultureinrichtungen weltweit auf, nicht mit kulturellen Institutionen aus Israel zusammenzuarbeiten und Einladungen zur Teilnahme an Veranstaltungen in Israel abzulehnen. Israelische Kultureinrichtungen sind Teil des ideologischen und institutionellen Rahmens, der Palästinenser_innen fundamentale Rechte abspricht. Seit einigen Jahren setzt Israel Kulturschaffende und kulturelle Produktionen gezielt ein, um von seiner aggressiven Politik gegenüber den Palästinenser_innen abzulenken und die Illusion eines toleranten Landes zu vermitteln.

Der kulturelle Boykott inspiriert sich an den Erfahrungen der südafrikanischen Anti-Apartheid-Bewegung. Im Gegensatz zur damaligen Strategie lehnt PACBI den Boykott individueller Kulturschaffender auf der Grundlage ihrer ethnischen, religiösen oder nationalen Identität sowie jegliche Zensur ab und unterstreicht das Recht auf Meinungsfreiheit. 

In der Schweiz haben sich aus Anlass des Festival Culturescapes Israel im Jahr 2011 und des Filmfestivals Locarno 2015 mit seiner Carte Blanche für Israel zahlreiche Kulturschaffende und Intellektuelle dem kulturellen Boykott Israels angeschlossen. Ähnliche Stellungnahmen gab es auch aus Protest gegen die wiederholten militärischen Aggressionen Israels im Gazastreifen oder im Libanon.

Beiträge zum Thema

  • Petition: Keine Bühne für die Apartheid

    09.10.2018

    Eine Gruppe von Musiker*innen und Aktivist*innen hat eine Petition gegen eine Schweizer Teilnahme am Eurovision Song Contest 2019 in Israel lanciert. Die israelische Regierung versucht, durch das Austragen des Eurovision von Menschen- und Völkerrechtsverletzungen abzulenken.

    BDS Schweiz ruft dazu auf, die Petition an die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG/SSR) zu unterstützen.

    Zur Petition

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  • Führender Theaterschauspieler Israels verabschiedet sich nach Deutschland und unterstützt BDS

    01.10.2018

    Itay Tiran, der weithin bekannt ist „als Israels führender Theaterschauspieler und -direktor“, sprach sich in einem Interview mit Haaretz für die palästinensisch geführte Kampagne Boykott, Desinvestition und Sanktionen (BDS) aus. „BDS ist eine legitime Form des Widerstands. Und wenn wir eine bestimmte Art von politischer Diskussion propagieren wollen, die nicht gewalttätig ist, müssen wir diese Stimmen stärken, auch wenn es schwierig ist“ sagte Tiran und fügte hinzu: „ich denke eine normale politische Linke sollte BDS unterstützen“

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  • Boykottiert den Eurovision Song Contest mit Gastgeber Israel

    10.09.2018

    Mit einem offenen Brief in der englischen Zeitung The Guardian unterstützen Kulturschaffende aus Europa und darüber hinaus den Aufruf von palästinensischen Künstler_innen, den Wettbewerb im nächsten Jahr zu boykottieren.

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  • Palästinensische Kulturschaffende und Journalist_innen fordern Boykott des Eurovision Song Contests 2019!

    28.06.2018

    Das israelsiche Regime der militärischen Besatzung, des Siedlerkolonialismus und der Apartheid nutzt schamlos den Eurovision Song Contest als Teil seiner offiziellen Image-Strategie.

    Offener Brief des Verbands palästinensischer Journalist_innen und des Netzwerks palästinensischer Kulturorganisationen

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  • Kein Pinkwashing an der Pride Zurich

    19.06.2018

    Am 16. Juni 2018 trat die israelische Gewinnerin des Eurovision Song Contests an der Pride Zurich auf. Mit einem offenen Brief, einem Block gegen Pinkwashing am Pride-Umzug und einer Veranstaltung über palästinensische LGBTIQ*-Rechte wurde gegen diesen Auftritt protestiert.

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  • Neue Absagen: Boykott des Tel Aviv LGBT Film Festivals wächst

    17.06.2018

    Ingesamt 11 Filmmacher*innen haben dem palästinensischen Aufruf zum Boykott des TLVFest 2018 Folge geleistet. Sie schliessen sich einer wachsenden Anzahl von Filmschaffenden an, die das jährlich stattfindende LGBT Filmfestival boykottieren.

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