Der Konsumboykott ist ein bewusster Akt von Einzelpersonen, aus politischen Gründen keine Waren und Dienstleistungen israelischer Firmen zu beziehen und internationale Unternehmen zu meiden, die durch ihre Geschäftstätigkeit von den diskriminierenden Praktiken in Israel und in den besetzten Gebieten profitieren. Die Kampagne macht auf israelische Völker- und Menschenrechtsverletzungen aufmerksam und thematisiert die Verstrickung hiesiger Unternehmen in diese Politik. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt auf der systematischen Diskriminierung der palästinensischen Bevölkerung beim Zugang zu Wasser und Land in Israel und den besetzten Gebieten und auf der völkerrechtswidrigen Ausbeutung natürlicher Rohstoffe unter dem Regime der Besatzung.

Zu den Waren aus Israel, die in der Schweiz auf dem Markt sind, gehören:

In der Schweiz fokussiert die Kampagne insbesondere auf Grossverteiler wie Coop und Migros, die sich rühmen, die Nachhaltigkeitsziele des Global Compact zu unterstützen. Dieser besagt, dass Unternehmen „den Schutz der internationalen Menschenrechte unterstützen und achten“ und „sicherstellen sollen, dass sie sich nicht an Menschenrechtsverletzungen mitschuldig machen“. Dafür genügt der Verweis auf die freie Wahl der Konsument_innen nicht. Über 10 000 Personen haben den Aufruf zum Boykott israelischer Produkte unterschrieben und zeigen so, dass sie die Straflosigkeit Israels nicht länger hinnehmen wollen.

Was boykottieren? Informiere dich in unserem Leitfaden und im Not-Shop!

Schick uns auch weitere Fotos von israelischen Produkten. Wir nehmen sie gerne in den Not-Shop auf.

Beiträge zum Thema

  • Können Kartoffeln aus Israel unter den aktuellen Bedingungen nachhaltig sein?

    21.07.2017

    Dieses Jahr verkaufte Coop zum ersten Mal israelische Kartoffeln mit dem Knospe-Label, das von Bio Suisse vergeben wird und Produkte auszeichnen soll, die unter ökologischen, nachhaltigen und gerechten Bedingungen hergestellt werden. Vor dem Hintergrund der in Israel/Palästina stattfindenden systematischen Diskriminierung bei der Wasser- und Landnutzung scheint diese Zertifizierung den Prinzipien von Bio Suisse zu widersprechen. BDS Schweiz fordert, dass israelische Produkte nicht zertifiziert werden, solange sich die politischen Rahmenbedingungen für die landwirtschaftliche Produktion nicht ändern und die israelische Land- und Wasserpolitik systematische diskriminierende Elemente enthält.

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  • Petition: Boykottiert HP

    09.11.2016

    Hewlett Packard (HP) versorgt Israel mit Technologie für die Blockade des Gazastreifens, die fortdauernde Kolonisierung, Checkpoints und ein rassistisches Ausweissystem. Wir rufen HP auf, sich nicht mehr an der brutalen Unterdrückung und der Apartheid zu beteiligen. Wir verpflichten uns, keine Produkte von HP zu kaufen.

    Unterzeichne die Petition jetzt!

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  • Nein zu Kartoffeln aus der Apartheid

    04.03.2016

    Im Rahmen der IAW 2016 zeigt BDS Schweiz am Beispiel der Kartoffeln das vorherrschende Apartheidregime und die gravierende Diskriminierungen gegenüber der palästinensischen Bevölkerung auf. In den Städten Bern, Basel, Neuchâtel, Genf und Lausanne fanden am 5. März Aktionen dazu statt.

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  • Kennzeichnung von Produkten aus israelischen Kolonien in der EU definitiv beschlossen

    11.11.2015

    Die EU hat am Mittwoch, 11. November den Beschluss bestätigt, Produkte aus israelischen Kolonien in den besetzten arabischen Gebieten als solche zu kennzeichnen und eine Richtlinie dazu erlassen. Damit soll künftig in allen 28 Mitgliedstaaten die korrekte Herkunftsbezeichnung für Gemüse, Obst und Kosmetikprodukte aus dem Westjordanland und Ost-Jerusalem sowie von den Golanhöhen obligatorisch eingeführt werden. Mit dieser Differenzierung folgt nun die EU ihren eigenen Regeln der Nicht-Anerkennung der Israelischen Souveränität in den seit dem Sechs-Tage-Krieg besetzten Gebieten.

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  • Palästinensischer Boykott bringt israelische Exporte zum Einbrechen

    05.10.2015

    Laut einem Bericht der Weltbank hat der palästinensische Boykott die israelischen Exporte zum Einbrechen gebracht. Der Boykott israelischer Produkte durch PalästinenserInnen könnte die israelische Wirtschaft jährlich mehrere Millionen US-Dollar kosten.

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  • Luxemburg: Supermarktkette nimmt israelische Produkte aus den Regalen

    01.09.2015

    Grosser Erfolg für die BDS-Kampagne: Luxemburgs grösste Supermarktkette „Cactus“ nimmt alle israelischen Produkte aus den Regalen.

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