Über Direktinvestitionen, Fonds und Portfolios sind AnlegerInnen an völkerrechtswidrigen Wirtschaftsaktivitäten in Israel beteiligt. Desinvestition bedeutet, dass Unternehmen, Kirchen, Banken, Pensionskassen und andere Investoren ihre Gelder aus Institutionen und Unternehmen zurückziehen, die Israels Politik der Besatzung, Kolonisierung und Apartheid unterstützen.

Das können israelische Organisationen wie der Jewish National Fond, SodaStream, Banken, Rüstungskonzerne wie Elbit und IAI oder Unternehmen wie Agrexco, Teva, Mehadrin sein, um nur einige zu nennen. Es können aber auch internationale Konzerne, Banken und Institutionen sein, die in Israel oder den besetzten Gebieten tätig sind. Im Zentrum der internationalen Kampagnen standen bislang Unternehmen wie Caterpillar, Veolia, Hewlett Packard (HP), G4S und viele mehr. In seinem Bericht an den UN-Menschenrechtsrat verweist auch der Sondergesandte Richard Falk auf Unternehmen, die direkt von der israelischen Besatzung profitieren.

In der Schweiz können Unternehmen, Institutionen und Pensionskassen ebenfalls aufgefordert werden, ihre ethischen Grundsätze zu beachten und ihre Zusammenarbeit mit Partnern einzustellen, die Menschenrechtsverletzungen begehen. Ein erster Schritt besteht darin, Unternehmen darauf hin zu überprüfen, wo sie ihre Gelder angelegt haben. Insbesondere Grossbanken wie UBS und Crédit Suisse, aber auch Konzerne wie Novartis u.a. sind in Israel und/oder den besetzten Gebieten tätig. Eine unvollständige und im Konkreten jeweils zu überprüfende Liste an entsprechenden wirtschaftlichen Kooperationen findet sich in der Studie Wirtschaftsbeziehungen Schweiz-Israel (Stand März 2015).

Beiträge zum Thema

  • Neuer UN-Bericht identifiziert Siedlungsfirmen

    03.02.2018

    Der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte veröffentlichte am 31. Januar einen Bericht, in dem 206 Unternehmen identifiziert, aber nicht genannt werden, die Geschäfte im Zusammenhang mit illegalen israelischen Siedlungen auf gestohlenem palästinensischem Land im besetzten Westjordanland, einschliesslich Ost-Jerusalems, tätigen

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  • Erste Schritte der UNO für ein Ende der israelischen Straflosigkeit

    22.10.2017

    Mit der Veröffentlichung einer Datenbank mit Firmen, die in israelischen Siedlungen im tätig sind, beginnen UN-Behörden endlich, Israel für seine Völkerrechtsverletzungen zur Verantwortung zu ziehen, obwohl sie dabei auf heftigen Widerstand Israels und seiner Verbündeten stossen

     

     

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  • Hewlett-Packard wird Boykott-Ziel

    18.11.2016

    Der Boykotts des US-amerikanischen IT-Grosskonzerns Hewlett-Packard (HP) stösst auf zunehmendes Interesse. Das Unternehmen wird unter AktivistInnen der Palästinasolidaritätsbewegung in mehreren Ländern als neues heisses Ziel gehandelt.

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    09.11.2016

    Hewlett Packard (HP) versorgt Israel mit Technologie für die Blockade des Gazastreifens, die fortdauernde Kolonisierung, Checkpoints und ein rassistisches Ausweissystem. Wir rufen HP auf, sich nicht mehr an der brutalen Unterdrückung und der Apartheid zu beteiligen. Wir verpflichten uns, keine Produkte von HP zu kaufen.

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  • Airbnb: Keine Übernachtungen auf gestohlenem Land

    22.04.2016

    Die Firma Airbnb, die sich auf die Vermittlung von privaten Ferienunterkünften spezialisiert hat, bietet auf ihrer Webseite Unterkünfte in illegalen israelischen Siedlungen im besetzten Westjordanland an. Verschiedene US-amerikanische Gruppen starteten eine Kampagne.

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  • G4S kündigt an, den israelischen Markt zu verlassen

    11.03.2016

    Gleich in mehreren Ländern wird seit mehreren Jahren eine Kampagne gegen die Sicherheitsfirma G4S wegen ihrer Rolle in israelischen Gefängnissen, Siedlungen und an Checkpoints geführt. G4S hat nun auf die globale BDS-Kampagne reagiert und kündigte am 10. März an, ihre Tochterfirma in Israel zu verkaufen.

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